Die Geschichte des Sternenbanners

Stammbaum der US-Fahne

Georgskreuz
Englische Nationalfahne mit dem Georgskreuz (seit 1277)

Andreaskreuz
Schottische Fahne mit Andreaskreuz (seit dem 8. Jahrhundert)

Patrickskreuz
Patrickskreuz (Symbol Irlands seit dem 17. Jahrhundert)

Grand Union
Königreich England und Schottland: Grand Union (seit 1606)

Union Jack
Heutige britische Nationalflagge "Union Jack" (seit 1801)

Grand Union Red Ensigne
Grand Union Red Ensigne: englische Admiralsflagge (1707)

Taunton Flag
Taunton Flag: erste Fahne der Unabhängigkeitsbewegung (1774)

US-Marine
Streifen im Banner: erste Flagge der US-Marine (ab 1775)

"Vince aut morire" (Sieg oder stirb) stand auf der Kriegsfahneder Kavallerietruppe, die 1660 gegründet worden war, um die amerikanischen Siedler vor Indianerüberfällen zu schützen. Diese rote Fahne zeigte einen gepanzerten Arm mit Schwert und wurde mehr als ein Jahrhundert später als Bedford-Flagge berühmt. Unter dieser Fahne waren im Jahr 1775 amerikanische Milizen, die unter anderem aus Bedford kamen, zum ersten Mal gegen die englischen Besatzungstruppen zur Schlacht angetreten.

Doch die Truppenführer der 13 Rebellenstaaten kämpften zunächst unter verschiedenen Fahnen, bis George Washington die militärische Führung übernahm. Am 1. Januar 1776 ließ er die neue Fahne am Prospect Hill bei Boston hissen. Sie hatte 13 waagerechte rote und weiße Streifen. In der linken oberen Ecke saß die verkleinerte Flagge Englands, der Union Jack, eine Kombination des englischen Georgskreuzes und des schottischen Andreaskreuzes. Die Kolonisten dachten damals noch nicht daran, sich vollständig vom Mutterland England zu lösen.

Woher die Idee mit den 13 Streifen kam, ist nicht geklärt. Ein möglicher Ursprung: Die erste Flagge der amerikanischen Kriegsmarine von 1775 war ähnlich gestreift und zeigte als Wappentier eine Klapperschlange mit der Unterschrift "Don't treat on me". 13 Streifen erschienen den Amerikanern als Glückssymbol, und 13 Kolonien waren es, die gegen England Krieg führten.

Nachdem sich die Kolonien 1776 vom Mutterland losgesagt hatten, wurde der englische Union Jack per Kongreßbeschluß von der Fahne entfernt und durch ein blaues Feld mit 13 weißen, fünfzackigen Sternen ersetzt. Sie repräsentierten die 13 unabhängigen Staaten. Auch über den Ursprung dieses Sternensymbols gibt es nur Vermutungen: Die Schöpfer des Sternenbanners könnten von der Fahne der Kolonie Rhode Island inspiriert worden sein, die einen blauen Anker und ein blaues Feld mit 13 Sternen trug.

Die Urform des Sternenbanners wurde bis 1794 beibehalten. Die 13 Sterne symbolisierten die Staaten Delaware, Pennsylvania, New Jersey, Georgia, Connecticut, Massachusetts, Maryland, South Carolina, New Hampshire, Virginia, New York, North Carolina und Rhode Island.

Als die Staaten Vermont und Kentucky aufgenommen wurden, änderte der Kongreß 1795 die Flagge auf 15 Streifen und 15 Sterne. Doch bald erkannte man, daß sich die Flagge nicht unbegrenzt erweitern ließ. Als weitere Staaten hinzukamen, kehrte man zu den ursprünglichen 13 Streifen zurück. Für jeden neuen Staat wurde aber ein weiterer Stern hinzugefügt. Der 50. und letzte Stern kam am 4. Juli 1960 ins Banner: für Hawaii, das ein Jahr zuvor den Vereinigten Staaten von Amerika beigetreten war.

Grand Union Flag
Grand Union Flag: für jede Kolonie ein Streifen (1776)

Rhode Island
Die ersten Sterne! Flagge des US-Staates Rhode Island (1776)

Nationalflagge
Die erste Nationalflagge: 13 Streifen und 13 Sterne (1777)

Nationalflagge
Nationalflagge von 1795 bis 1818: 15 Streifen und 15 Sterne

Nationalflagge
Nationalflagge von 1818: wieder die früheren 13 Streifen, jedoch 20 Sterne

Nationalflagge
Heutige US-Nationalflagge: 50 Sterne für 50 Bundesstaaten und 13 Streifen für die 13 Kolonien, die 1776 ihre Unabhängigkeit erklärten

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